El Salvador

30 Jahre Haft wegen Fehlgeburt

Zu Unrecht im Gefängnis

Portrait der Menschenrechtskämpferin Teodora del Carmen Vasquez

Seit ihrer Freilassung im Februar 2018 kämpft Teodora del Carmen Vasquez für die Freiheit der anderen Inhaftierten. Für ihr Engagement hat sie einen Menschenrechtspreis erhalten.

Steckbrief

Projektfokus
Freiheit für die 17 Plus
Zahl der Begünstigten
landesweit
Spendenbedarf
10.102,35 Euro

El Salvador hat eines der repressivsten Abtreibungsgesetze weltweit. Ein Schwangerschaftsabbruch ist unter allen Umständen verboten, selbst nach einer Vergewaltigung oder bei Gefahr für das Leben der Frau. Zwei bis acht Jahre Haft stehen auf eine Abtreibung.

Doch damit nicht genug: Viele Frauen sind inhaftiert und wegen Mordes zu bis zu 30 Jahren Haft verurteilt, die gar keine Abtreibung vorgenommen, sondern eine Früh- oder Fehlgeburt erlitten haben. So gut wie immer sind es Frauen aus armen Verhältnissen, die keinen oder nur unzureichenden Zugang zu medizinischer Versorgung hatten. Medizinisches Personal, bei denen sie Hilfe suchten, unterstellte ihnen Abtreibung und zeigte sie an. Danach trafen die Frauen auf Staatsanwälte und Richter, die ihre Fälle unzureichend untersuchten und voller Vorurteile urteilten. Sie waren zu arm, um sich einen guten Anwalt zu leisten und hatten häufig nur einen Pflichtverteidiger, der sich nicht richtig in ihren Fall eingearbeitet hatte.

Für sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung

INKOTA macht sich stark für Gleichberechtigung, die Verteidigung der Menschenrechte und ein selbstbestimmtes Leben in Würde. Deshalb unterstützen wir in El Salvador die Kampagne „Freiheit für die 17 plus“, die den Kampf gegen dieses Unrecht und für die Verteidigung der Frauenrechte aufgenommen hat.

Die INKOTA-Partnerorganisation „BürgerInnenvereinigung zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs” (Asociación por la Despenalización del Aborto“) setzt sich seit vielen Jahren für eine Reform des absoluten Abtreibungsverbots in El Salvador ein und im Rahmen der „Kampagne Freiheit für die 17 plus“ für die Freilassung all der Frauen, die nach einer Fehlgeburt wegen angeblichen Mordes in Haft sind. Seit 2014 unterstützt INKOTA diese Kampagne, die schon einige Erfolge erzielen konnte.

Projekt unterstützen
Knast wegen Fehlgeburt? Das muss ein Ende haben!

Noch immer sitzen Frauen in El Salvador wegen einer Fehlgeburt im Gefängnis. Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die psychosoziale Begleitung und die juristische Unterstützung der Inhaftierten. Und den öffentlichen Druck gegen dieses Unrecht.

Sie können etwas verändern

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Jede Spende hilft!